Ricarda Lobe - Wie Ihre Passion Sie zu 5x Gold führte

Ein Cafe in Mannheim. Es ist ein kalter, sonniger und noch recht früher Morgen im November. Doch wer Ricarda erwischen möchte, sollte früh aufstehen. Ricarda Lobe ist deutsche Leichtathletin aus der Metropolregion Rhein-Neckar und ist zur Zeit mitten in den Vorbereitungen zur Qualifikation auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo/Japan. Was Ricarda mit happybars gemeinsam hat und wie sie ihre Passion in 12.90 Sekunden gefunden hat, erfahrt ihr jetzt bei frisch gepressten Orangensaft und einer Tasse Kaffee.

 

 

happybars: Ehrlich gesagt ist das mein erstes Interview ever. Hoffe wir bekommen das hin.

 

Ricarda: (lacht) 

 

happybars: Beginnen wir mit etwas Small Talk. Dürfen wir wissen wo Deine Heimat ist?

 

Ricarda: Klar, ich komme ursprünglich aus Landau in Rheinland-Pfalz und seit 2014 hier in Mannheim.  Ich wohne mittlerweile zwar etwas außerhalb, in Brühl, Mannheim ist aber meine zweite Heimat geworden.

 

happybars: Was hat Dich nach Mannheim verschlagen? Ich meine abgesehen von der Tatsache, dass wir die schönste Stadt Europas sind.

 

Ricarda: Der Sport. Ich hatte in Landau meine ersten Schritte und Erfolge in der Leichtathletik. Diese Zeit möchte ich auf keinen Fall missen. Um mich weiterzuentwickeln war es aber damals an der Zeit sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Ich schaute mich also um und entschied mich letztlich für Mannheim. Die Voraussetzungen hier sind Ideal. Ein Bundestrainer der mich fördert, die gute Ausstattung des Olympiastützpunktes und natürlich meine wunderbare Trainingsgruppe.

 

happybars: Das klingt nach einem richtigen Karrieresprung. Kannst Du dich noch an den Moment erinnern als Du dir selbst gesagt hast: <Ja ich will das ganze auf ein anderes Level bringen> ?

 

Ricarda: Da gab es wirklich diesen Moment. Nach meinem Abitur, ich war gerade 19 und für vier Monate in Neuseeland beim Work and Travel. Bei diesem  Aufenthalt wurde mir klar, dass ich den Sport vermisse. Darüber hinaus wollte ich wissen was ich erreichen kann. Mein Limit kennen und es überschreiten.

 

happybars: Dann hast Du den Bundestrainer kontaktiert?

 

Ricarda: Genau, zurück in Deutschland habe ich angerufen und er hat mich eingeladen in Mannheim zu trainieren. Nach sechs Monaten fiel eine gemeinsame Entscheidung vom Trainer und mir. 

 

happybars: Sie wollten dich im Team haben und jetzt bist Du in Mannheim. Mehrfache deutsche Meisterin und trainierst für Olympia. Bei dir läuft es!

 

Ricarda: (lacht) [lacht sehr viel]

 

happybars: Gibt es den einen Moment in Deiner Profikarriere der Dich total geflashed hat?

 

Ricarda: Ja den gibt es wirklich. EM 2018. ich habe mich als Zeit-Schnellste für das Finale in Berlin qualifiziert.

 

happybars: Zeit-Schnellste? Moment ich muss das kurz googlen.

 

Ricarda: (lacht)  Aus mehreren Halbfinalläufen qualifizieren sich neben dem Sieger und dem Zweitplatzierten eines jeden Laufes auch zwei Drittplatzierte mit der besten Zeit aller Halbfinale für das Finale. Adrenalin pur. Es gibt die sogenannten Hot-Seats in die du dich dann setzen musst. Zig Kameras auf dich gerichtet, während man bangt es geschafft zu haben.

 

happybars: Ich bekomme Gänsehaut, ein intensiver Moment. Du hast es in das Finale geschafft! 

 

happybars: Und Olympia next. Was geht in Dir vor wenn Du darauf angesprochen wirst? Also jetzt. ( ich lache)

 

Ricarda: Das ist das große Ziel für 2020 aber ich bin mehr darauf fokussiert eine gute Saison bis Olympia zu liefern. Den Blick habe ich auf die Zwischenziele gerichtet und denke nicht so oft an Tokyo. Klar ist es der große Traum eines Sportlers, aber ich versuche mich nicht darauf zu versteifen. Ich sehe das Ganze wie ein großes Puzzle. Zusammengesetzt ergibt es Olympia.

 

happybars: Das ist ein schönes Bild. Was uns ebenfalls beeindruckt hat ist, dass Du dich, trotz des intensiven Trainings für Japan, ebenfalls auf ein Master Studium vorbereitest. Von einem Profifußballer hört man das eher selten. Hast Du denn bei dieser Workload noch Zeit für Dich selbst? 

 

Ricarda: Ja, das ist eine Frage des Zeitmanagements. Tatsächlich habe ich auch mal einen ganzen Tag in der Woche für mich. Regeneration durch abschalten. Das kann der Kaffee oder Netflix im Bett sein. Zeit für sich selbst ist sehr wichtig.

 

happybars: Das klingt sehr sympathisch. Wir freuen uns richtig, dass Du trotz Deiner Vorbereitungen Zeit für eine Zusammenarbeit mit happybars gefunden hast. Willst Du uns verraten was Dich zu dieser Kooperation bewegt hat?

 

Ricarda: Eure und meine Verbindung zu Mannheim. Außerdem finde ich Entrepreneurship spannend und unterstütze sehr gerne junge Unternehmer die etwas erreichen wollen. Ich sehe da viele Parallelen zum Sport. Und dann die Treffen mit Euch, das hat eine tolle persönliche Note.

 

happybars: Wow danke! Das Kompliment können wir nur zurückgeben. Wo wir wieder bei dem schönen Mannheim sind. Möchtest Du den Lesern einen Geheimtipp geben?

 

Ricarda: Sehr gerne sogar. Kennst Du das Purino in Mannheim Neckarau?

 

happybars: Am Rheinstrand?

 

Ricarda: Genau, es ist wunderschön dort. Mit Blick auf den Rhein. Es gibt nichts schöneres als mitten in der Natur gutes Essen zu genießen. In der Stadt kann ich unbedingt das Cafe Helder & Leeuwen empfehlen.

 

happybars: Wir werden vorbeischauen. Stichwort Kaffee. Passt sehr gut zu unseren Riegeln. Hast Du schon eine Lieblingssorte?

 

Ricarda: happybars Black. Der Schokoladen und Brownie Ersatz. Ich liebe Schokolade und Euer Black ist eine super Alternative. Genau so lecker wie ein Schokoladenriegel aber gesünder für mich als Sportler und perfekt um meine Energiespeicher nach dem Sport aufzufüllen.

 

happybars: Es war so entspannt mein erstes Interview heute mit Dir zu führen. Wie schnell die Zeit vergangen ist (2h). Eine letzte Frage noch. Hand aufs Herz, nimmst du unsere Riegel mit nach Olympia?

 

Ricarda: (lacht) Wenn ich bis dahin noch happybars übrig habe sehr gerne.